Schwangerschaft

Ein positiver Schwangerschaftstest, die Bestätigung des Frauenarztes schwanger zu sein, all das löst in einer Frau unterschiedliche Gefühle aus. Emotionen wie Freude und Ängste lösen einander ab: Was wird die Zukunft bringen? Wie wird die Schwangerschaft verlaufen? Was passiert bei der Geburt? – All das sind Fragen, die verarbeitet werden müssen. Mit jeder Schwangerschaftswoche steigt die Neugier auf das Ungeborene, aber auch die Aufregung in Bezug auf die Geburt und die Zeit danach. Regelmäßige Besuche beim Gynäkologen, Dr. Thorsten Graf, helfen, Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Die zentrale Aufgabe des Gynäkologen ist es, für die Gesundheit von Baby und Mutter zu sorgen.

Mutterkind-Pass-Untersuchungen

Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen dienen der Vorsorge von Schwangeren und deren Kleinkindern. Sie beginnen ab der Feststellung der Herzaktivität in der Schwangerschaft und erstrecken sich bis zum fünften Lebensjahr des Kindes. Der Gesundheitszustand der Schwangeren sowie die Entwicklung des Embryos, aber auch der Verlauf der Geburt und die Verfassung des Neugeborenen werden dokumentiert. Auch vertiefende oder weiterführende Untersuchungen in der Schwangerschaft werden bei Mutterkind-Pass-Untersuchungen besprochen.

„Bekomme ich den Mutter-Kind-Pass von Ihnen ausgestellt oder muss ich dafür zur Krankenkasse gehen?“

Dr. Thorsten Graf: „Sobald die Ultraschalluntersuchung eine Schwangerschaft in der Gebärmutter eindeutig darstellt und eine positive Herzaktivität sichtbar ist, wird für Sie der Mutter-Kind-Pass direkt bei mir in der Ordination ausgestellt. Alle gynäkologischen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen finden bei mir in der Ordination statt und werden mit Ordinationsstempel und Datum bestätigt.“

„Was passiert, wenn ich eine der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen versäume?“

Dr. Thorsten Graf: „Grundsätzlich sollte man alle Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen möglichst rechtzeitig zur sicheren Betreuung der Schwangerschaft absolvieren. Aber zwischen den Untersuchungen besteht ein flexibler Zeitabstand, in dessen Rahmen sich die meisten Untersuchungen auch gut nachholen lassen.“

Schwangerschaftsbegleitung

Wächst ein Kind im Bauch heran, beginnt eine sehr wichtige Phase im Leben der Frau. Der Gynäkologe, Dr. Thorsten Graf, hat maßgeblichen Anteil an der Schwangerschaftsbegleitung. Er führt pränatale Ultraschall-Untersuchungen durch, ist aber auch Ansprechpartner für Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt. Auch die Beratung bezüglich Medikamenteneinnahme und in der Schwangerschaft auftretenden Erkrankungen kommt in erster Linie dem Gynäkologen zu. Um der werdenden Mutter Sicherheit für die bevorstehenden Monate zu geben, sollte die Schwangerschaft, wenn möglich, aus einer Hand medizinisch betreut werden. Auch die Vermittlung von Hebammen oder Geburtsvorbereitungskursen sind wichtige Punkte, die der Schwangeren helfen, Unsicherheiten abzubauen.

„Darf ich zu den vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen jemanden mitbringen?“

Dr. Thorsten Graf: „Prinzipiell kann immer eine Begleitperson oder auch der Partner zu den Untersuchungen mitgenommen werden. Allerdings bitte ich Sie, während der  Covid-Pandemie, Begleitpersonen telefonisch bei mir anzumelden. Grundsätzlich gestatte ich  Personen, die in einem Haushalt leben und FFP2-Schutzmasken tragen, das Mitkommen zu der Schwangeren-Untersuchung. 

„Ab welcher Schwangerschaftswoche kann man das Geschlecht bestimmen?“

Dr. Thorsten Graf: „Es ist nicht exakt möglich zu sagen, ab welcher Schwangerschaftswoche man mit Sicherheit das Geschlecht bestimmen kann. Bei guter Kindslage und idealen Schallbedingungen, ist es theoretisch frühestens ab der 14. Schwangerschaftswoche möglich.“

Eileiterschwangerschaft

Nur selten (ein bis zwei Prozent) nistet sich eine befruchtete Eizelle, statt in der Gebärmutter, in einem der Eileiter ein. Starke Schmerzen im Unterbauch und Blutungen können Anzeichen dafür sein und müssen schnellstens gynäkologisch abgeklärt werden. Entzündungen des Bauchraumes, Tumore, Endometriose oder Hormonpräparate können mögliche Ursachen für eine Eileiterschwangerschaft sein. Therapie einer Eileiterschwangerschaft kann die medikamentöse Abort-Einleitung sein oder, vor allem bei fortgeschrittener Eileiterschwangerschaft, eine operative Sanierung im Rahmen einer Bauchspiegelung.

„Stimmt es, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eileiterschwangerschaft nach einem Kaiserschnitt steigt?“

Dr. Thorsten Graf: „Kaiserschnittnarben können unterschiedliche Probleme und auch erhöhte Risiken für Folgeschwangerschaften mit sich bringen. Auch die Häufigkeit von Eileiterschwangerschaften steigt nach einem Kaiserschnitt leicht an. Aber auch Einnistungs-Probleme bzw. Risse bei einer nachfolgenden Spontangeburt sind möglich. Schwangerschaften nach Kaiserschnitten müssen besonders gut betreut werden. Den meisten Risiken kann man aber rechtzeitig gegensteuern. Sehr häufig treten nach erfolgten Kaiserschnitten auch chronische Unterbauchschmerzen bzw. verstärkte Regelschmerzen auf. Hier kann die Neuraltherapie oft sehr gut Abhilfe schaffen.“

Pränatal-Diagnostik

In Kooperation mit Dr. Susanne Lynch kann folgende pränatale Diagnostik angeboten werden:

  • Nackentransparenzmessung
    (Abschätzung einer Chromosomen-Störung und anderer angeborener Erkrankungen des Embryos)
  • Combined Test
    (Berechnung des Risikos von einer Erbanlagenstörung des Fötus)
  • First Trimester Screening
    (Früheinschätzung des Risikos für Chromosomen-Störungen) und Präeklampsie Screening
    (Abschätzung einer zu erwartenden Schwangerschaftsvergiftung)
  • NIPT-Test
    (Feststellung von Trisomien des Kindes über Entnahme von Mutterblut)
  • Organscreening mit Foto-CD
    (spezielle Untersuchung der Organe des Embryos – Herz, Gesicht, Gehirn, um Fehlbildungen auszuschließen)
  • 3D-CD mit Fotos

Abortus

Leider entwickeln sich rund zwei Drittel der befruchteten Eizellen nicht richtig, sie sterben ab. Blutungen, Unterleibsschmerzen oder Wehen sind Anzeichen für eine Fehlgeburt. Oft sind fehlerhafte Erbanlagen, hormonelle Störungen oder Infektionen Gründe für diese Frühaborte. Eine genaue Diagnose kann lediglich durch eine Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Häufig werden diese Schwangerschaften überhaupt nicht wahrgenommen, da die befruchtete Eizelle bereits vor oder kurz nach der Einnistung abstirbt. Frauen bemerken lediglich eine oftmals verspätete und stärker ausgeprägte Regelblutung.

„Wie rasch muss ich reagieren, wenn während meiner Schwangerschaft starke Regelblutung einsetzt?“

Dr. Thorsten Graf: „In diesem Fall ist es gut, wenn Sie sich sofort an mich wenden. Falls ich nicht erreichbar sein sollte, ersuche ich Sie, sich sofort bei Ihrem Geburtsspital zu melden. Es ist auch wichtig zu unterscheiden, in welcher Schwangerschaftsphase eine Blutung auftritt. In der Frühschwangerschaft kann man bei auftretenden Blutungen therapeutisch leider nur sehr wenig unternehmen. In so einem Fall entscheidet die Natur. Zu einem späteren Schwangerschaftszeitpunkt und insbesondere ab der 23. Schwangerschaftswoche, der Lebensfähigkeits-Grenze des Kindes, kann man deutlich mehr Hilfestellung bieten.“

Ungewollte Schwangerschaft

Schwanger und das ungewollt! Kann ich mir ein Leben mit Kind vorstellen? Ist es in meiner derzeitigen Lebenssituation möglich, ein Kind großzuziehen und adäquat zu betreuen? Frauen, die ungewollt schwanger sind, unterliegen extrem schwankenden Emotionen, Selbstvorwürfen und Zweifeln. Die Entscheidung muss nicht unmittelbar getroffen werden, denn eine Abtreibung ist bis zur 14ten Schwangerschaftswoche erlaubt. Diese Zeit ermöglicht es, die Gedanken zu sammeln und weitere Handlungsschritte zu überdenken. Ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Gynäkologen, Dr. Thorsten Graf,  kann helfen, eine Entscheidung zu treffen. Wenn die Entscheidung gefallen ist, sollte so rasch wie möglich gehandelt werden.

„Ich bin dreifache Mutter erwachsener Kinder und habe gedacht, ich wäre schon im Wechsel. Jetzt bin ich doch wieder schwanger und nicht sicher, ob ein Kind noch in mein Leben passt. Können Sie mir bei der Entscheidungsfindung helfen?“

Dr. Thorsten Graf:  „Ein beratendes Gespräch in dieser schwierigen Situation ist sicher sinnvoll. Bei mir erhalten Sie eine fachliche Beratung, insbesondere über die Möglichkeiten und Grenzen eines Schwangerschaftsabbruches. Dieser ist mit Tabletten bzw. auch als Operation in Form einer Saugkürettage möglich. Ein solcher Schritt sollte immer gut überlegt werden. In so einem Fall empfehle ich auch stets das Gespräch mit Vertrauenspersonen zu suchen. Wie auch immer Sie sich entscheiden, ich werde Sie in Ihrer Entscheidung unterstützen.“

Abtreibung

Laut Statistik wird fast jede Frau einmal im Leben mit einer ungewollten Schwangerschaft und somit einer möglichen Abtreibung konfrontiert. Fällt die Entscheidung pro Abtreibung aus, ist es Aufgabe des Gynäkologen, Dr. Thorsten Graf, die unterschiedlichen Methoden einer Abtreibung darzustellen und auch die Betreuung während dieser Phase zu übernehmen. Der zeitliche Faktor spielt dabei eine große Rolle, so kann 63 Tage nach der letzten Blutung ein Schwangerschaftsabbruch mittels Tabletten durchgeführt werden. Danach ist nur noch ein chirurgischer Eingriff bis zur 14. Schwangerschaftswoche möglich, um die Schwangerschaft zu unterbrechen.

„Ich bin verheiratet, möchte aber ohne das Wissen meines Mannes einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Darf ich das?“

Dr. Thorsten Graf:  Ja, das dürfen Sie. Da der Schwangerschaftsabbruch einen Eingriff in Ihren Körper darstellt, ist es rechtlich einzig und allein die Entscheidung der Frau. Natürlich ist es sinnvoll, den Partner in solche Entscheidungsprozesse einzubeziehen, aber notwendig ist es nicht.“

Interruptio

Ist der Pränataldiagnostik-Befund auffällig, werden die werdende Mutter und ihr Partner vor eine schwere Entscheidung gestellt. Zu erfahren, dass das eigene, ungeborene Kind mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Behinderung oder Krankheit zur Welt kommen wird, belastet immens und stellt das Thema Schwangerschaftsunterbrechung in den Raum. Zukunftsangst breitet sich aus, die durch Gespräche mit dem Gynäkologen oder Beratern spezieller Einrichtungen abgeschwächt werden kann und den Weg zu einer persönlichen Entscheidung ebnet. Bei Schwangerschaftsabbrüchen nach der 14. Woche wird eine Geburt medikamentös eingeleitet, die zum Abortus des Fötus führt.

„Wieviel kostet eine medikamentöse Abtreibung?“

Dr. Thorsten Graf:  „Die Kosten für eine medikamentöse oder eine operative Abtreibung belaufen sich in etwa auf 350 Euro. Näheres über den Ablauf und die Durchführung kann ich mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch klären.“

Schwangerschaftserbrechen

Im Frühstadium einer Schwangerschaft leiden rund 50 Prozent aller Schwangeren unter Morgenübelkeit und auch Erbrechen über den Tag verteilt. Meistens endet das Schwangerschaftserbrechen nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft, in seltenen Fällen kann es jedoch länger bestehen bleiben. Kommt es zu einem überdurchschnittlich hohen Vomitus (mehr als fünfmal pro Tag) oder kann überhaupt wegen Hyperemesis gravidarum keine Nahrung mehr im Körper behalten werden, können schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind auftreten. Gewichtsabnahme, Elektrolyt-Entgleisung bis hin zu Fieber und Gelbsucht können als Symptome auftreten. Der Gynäkologe entscheidet in Absprache mit der Patientin ob eine Diät, vermehrte Vitaminzufuhr, Neuraltherapie, ambulante Infusionstherapie oder medikamentöse Behandlung anzuwenden ist.

„Ich leide unter Morgenübelkeit mit Erbrechen und das jeden Tag. Muss ich mir Sorgen um das Kind machen?“

Dr. Thorsten Graf:  „Übelkeit und morgendliches Erbrechen sind in der Frühschwangerschaft ein sehr häufiges Symptom. Ungefähr jede dritte Schwangere leidet unter diesem Erkrankungsbild. Es ist besonders wichtig, dass man versucht, über den ganzen Tag verteilt, kleine Schlucke Flüssigkeit zu trinken. Wenn es einige Tage lang nicht gelingt, wenig oder manchmal auch gar keine Nahrung aufzunehmen, stellt dies für das Ungeborene kein Problem dar. Hier gilt es insbesondere einen Harntest durchzuführen, um zwischen einer Hyperemesis gravidarum und einer Emesis gravidarum zu unterscheiden. Nach diesem Test und einem ausführlichen Gespräch über die Symptome, muss dann gemeinsam festgelegt werden, ob auch eine Infusionstherapie notwendig ist. Zusätzlich kann eine Neuraltherapie die Übelkeit und das Erbrechen abmildern.“ (link!!)

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